Archiv für August 2009

Kommunikationstraining im Fokus: oder „Die Ohnmacht der Worte“

Samstag, 22. August 2009

„Ich werde den CEO im nächsten Appointment von der Einführung eines Cluster-Managers überzeugen. Target ist die fixe Implementierung. We have to cut corners!“ Alles klar?

Haben Sie diesen Satz auf Anhieb verstanden? Wenn ja, gut. Wenn nicht, durchaus verständlich. Wer im Rahmen einer Präsentation so vorträgt, läuft Gefahr, nicht verstanden zu werden. Anlass für die Kurzpräsentation war eine Team-Übung in einem mittelständischen Unternehmen. Im Rahmen dieses Trainings sollte eine Mitarbeiterin dem Team mitteilen, dass sie den Geschäftsführer auf die dringende Notwendigkeit der Einführung einer speziellen Software hinweisen werde. Die anderen Kollegen kannten den Inhalt der Kurzpräsentation nicht.

Persönliche Schwächen im Vorstellungsgespräch – Teil 2

Samstag, 15. August 2009

Im ersten Teil haben wir uns der Frage gewidmet, ob man Stärken als Schwächen tarnen kann – und wie Personalverantwortliche mit dieser Strategie umgehen.

In diesem Teil wenden wir uns der Thematik zu, wann und wie man eine Schwäche platziert. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beginnen Kandidaten im Vorstellungsgespräch mit ihren Stärken, vermutlich oftmals allein aus dem Grund, dass sie nach Stärken und Schwächen gefragt werden und nicht umgekehrt – die Bewerber greifen die vorgegebene Reihenfolge auf. Würde ich dies auf ein anlassbezogenes Bewertungsgespräch zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter übertragen, müsste ich feststellen, dass dem Grundsatz, prinzipiell mit einer positiven Einschätzung aufzuhören, nicht entsprochen wird, so dass der negative Schlussakkord im Gedächtnis bleibt. Ich kann oft beobachten, dass – wenn mehrere Schwächen genannt werden – die gravierende zum Schluss kommt.

Und ewig grüßt das Murmeltier …. Immer wieder freitags!

Donnerstag, 06. August 2009

Kennen Sie folgende Kette? „Wenn es wichtig erscheint, notieren Sie es. Wenn Sie es notiert haben, tippen Sie es ab. Wenn Sie es abgetippt haben, kopieren Sie es. Wenn Sie es kopiert haben, heften Sie es ab. Wenn es Freitag ist, vergessen Sie es einfach.“

Oder auch nicht. Spätestens an einem normalen Freitagnachmittag, mit tödlicher Sicherheit an einem Freitagnachmittag vor nachfolgenden Feiertagen und mit einer 100%-Trefferquote an Freitagen vor Weihnachten oder Ostern, quillt Ihr E-Mailfach über, die interne Postverteilung füllt Ihr verwaistes Postkörbchen, ihr Chef ruft Ihnen im Vorübergehen zu, dass es zwar nicht eile, die Fusionsgeschichte aber vielleicht doch bis Montag erledigt sein solle, wobei der Montagnachmittag vollauf genüge. Und dann?