Archiv für September 2009

Kündigung wegen Rauchens am Arbeitsplatz

Sonntag, 20. September 2009

Einer Arbeitnehmerin ist, nach mehrfacher Abmahnung, wegen Rauchens am Arbeitsplatz fristlos gekündigt geworden. Die erhobene Kündigungsschutzklage blieb erfolglos (ArbG Duisburg, 3 Ca 1336-09).

Im Betrieb der Arbeitnehmerin gibt es eine Betriebsvereinbarung, dass Rauchpausen nur in einem dafür zur Verfügung gestellten Raum absolviert werden dürfen. Arbeitnehmer müssen vor Antritt und nach Beendigung der Rauchpause die Zeiterfassungsanlage betätigen. Dagegen hat die Arbeitnehmerin – trotz erfolgter Abmahnung wegen Ihres Fehlverhaltens – wiederholt verstoßen. Der Arbeitgeber hat daraufhin die fristlose Kündigung ausgesprochen.

Persönliche Schwächen im Vorstellungsgespräch – Letzter Teil

Donnerstag, 17. September 2009

Welche Schwäche passt zu Ihnen? Können Sie diese – so abstrus dies klingen mag – durch entsprechende Passagen in Ihren Arbeitszeugnissen dokumentieren, zumindest indirekt? Ich will Ihnen ein Beispiel geben: “Sie war eine ausgezeichnete Mitarbeiterin, die vor allem durch ihre Entscheidungsfreudigkeit und Systematik hervorstach. Die Qualität Ihrer Arbeitsergebnisse …” könnte in einem Zeugnis stehen. Dokumentiert wird hier, dass die Arbeitnehmerin eine weit überdurchschnittliche Bewertung bekommen hat und vor allem wegen der Fähigkeit, Sachverhalte analytisch und systematisch schnell zu entscheiden, äußerst geschätzt wurde.

Studiengebühren und Arbeitslohn

Dienstag, 15. September 2009

Sie sind Arbeitnehmer, studieren, und die Firma, bei der Sie beschäftigt sind, übernimmt Ihre Studiengebühren?

In der Vielzahl der Fälle wird Ihr Arbeitgeber einen entsprechenden Kooperationsvertrag mit der Ausbildungsakademie abschließen und die Studiengebühren direkt begleichen – oder aber in Ihrem Arbeitsvertrag befindet sich ein entsprechender Passus, nach welchem der Arbeitgeber zur Übernahme verpflichtet ist.

Bei den vorgenannten Konstellationen handelt es sich um eine Zahlung aus ganz überwiegendem eigenen Interesse, mit der Folge, dass die Studiengebühren nicht als steuerpflichtiger Arbeitslohn anzusehen sind. (Nachzulesen: Senatsverwaltung Berlin, Erlass vom 04.05.2009, III B-S 2332 aus 12/2006)

Schlüsselqualifikationen: Medienkompetenz

Freitag, 11. September 2009

Sie ist für fast alle Bereiche der heutigen Berufswelt unerlässlich – neben den klassischen Schlüsselqualifikationen ist die Medienkompetenz, also die Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend zu nutzen, zur Recherche, Lösungsfindung oder auch nur zur allgemeinen Information, eine unumgängliche Notwendigkeit. 

Was machen Sie eigentlich, wenn Sie sich zu einem bestimmten Thema kurz und schnell eine Übersicht verschaffen wollen? Vermutlich googlen Sie.  Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich in Bibliotheken bemühte und recherchierte. Spätestens seit die Zeitschrift Stern im Jahre 2007 eine vergleichende Studie über den wissenschaftlichen Anspruch von Wikipedia und dem Brockhaus in Auftrag gegeben hat und der Brockhaus in fast jeder Hinsicht schlechter angeschnitten hat, ist eine Informationsverschaffung via Wikipedia über fast jeden Zweifel erhaben. Wikipedia-Leser wissen mehr, der Spiegel möge es verzeihen!

Bewerberauswahl – Teil 1

Montag, 07. September 2009

Verlassen Sie sich ausschließlich auf Ihr Gefühl, wenn Sie eine Stelle zu vergeben haben? Vor allem dann, wenn der Bewerber einen tadellosen Eindruck macht, die Chemie zwischen Ihnen stimmt und Sie möglicherweise unter Zeitdruck handeln?

Haben Sie sich einmal ausgerechnet, was eine falsche Entscheidung kostet – und ob Sie überhaupt noch Abstand von dieser Entscheidung nehmen können?  Gutes Personal zu finden, zufrieden zu stellen und langfristig an sich zu binden ist eine Kunst.

Gutes Betriebsklima?

Freitag, 04. September 2009

Es gibt sie noch, die Spaßvögel in den Unternehmen. Die Kollegen, die auch in den Zeiten der Finanzkrise und der unglaublichen Bonizahlungen ihre gute Laune nicht verloren haben.

Damit kein Mißverständnis aufkommt: Wir sprechen hier nicht über die Jungs aus der EDV, die manchmal über Witze kichern, die kein Kollege außerhalb der Abteilung verstehen würde, sei es, weil der Nicht-EDVler bereits an den sprachlichen Hürden scheitert, oder sei es, weil er zwar die Sprache versteht, die Pointe aber einfach nicht lustig findet. Wir reden auch nicht über den temporären Galgenhumor von Mitarbeitern, deren Betrieb geschlossen wird, der Geschäftsführer aber mit einem Tagessatz von 80.000 € als Abfindung scheidet.