Archiv für Juli 2010

Konformitätsdruck

Mittwoch, 28. Juli 2010
Optimaler Kandidat?

Optimaler Kandidat?

Wie füge ich mich am besten ein? Welche meiner Kanten und Ecken darf oder muss ich verlieren, damit es mit der Einstellung klappt? Gibt es den Idealtyp des Bewerbers?

Was einen wirklich manchmal zur Verzweiflung treiben kann, ist die präsentierte Gleichheit und das geschliffene Auftreten vieler Bewerber. Irgendwann muss jemand das Gerücht in die Arbeitswelt gesetzt haben, dass es vornehmlich darauf ankommt, nicht aufzufallen. Was negative Aspekte der eigenen Persönlichkeit angeht, kann ich zustimmen. Warum aber Jobsuchende niemals ihre Farbtupfer setzen, ist mir ein Rätsel.

Sigh no more!

Mittwoch, 21. Juli 2010

Der wirtschaftliche Aufschwung ist gefühlt vorhanden. Die Auftragsbücher füllen sich, Konzepte müssen entwickelt, Projekte voran getrieben und Kunden zufrieden gestellt werden. Und das in aller Regel mit der gleichen Menge Personal. Wie geht das?

Die Erfahrung der letzten Jahre hat es gezeigt. Es geht, mit geringen oder nicht ganz so geringen Reibungsverlusten. Zumindest den Arbeitnehmern, die sich als Teil der “one company” fühlen, ist dies in aller Regel noch leicht zu vermitteln. Was sagte ein Personaler neulich in einer Schulung? “Nicht seufzen, es sichert unsere Arbeitsplätze …” Ach. Ein paar Monate Spitzenbelastung kann man schon wegstecken. Das verkaufte Produkt oder die an den Mann gebrachte Dienstleistung finanziert schließlich unsere Gehälter, Kollateralschäden inbegriffen.

Aufbruch!

Donnerstag, 08. Juli 2010

Die Zeit der Friedenspfeifen dürfte vorbei sein. Die Zeit der Gemeinsamkeiten auch. Die deutsche Mannschaft verliert gegen Spanien – und man kann sich im Büro mit Wonne und Hingabe anderen Aufgaben widmen. Ein kühler Wind weht durch die Büroflure – und es macht keinen Sinn, mit Wimpel, Vuvuzuela oder Fanschal gute Stimmung machen zu wollen.

Man kann es sich gut vorstellen: Der Meier aus der Buchhaltung, gestern noch dein Bruder im Geiste beim Firmen-Public-Viewing, wird dir etwas auf den Tisch knallen und sich zu dem Satz versteigen: “Irgendwie hätte das auch schon letzte Woche erledigt sein können.” Stimmt, aber letzte Woche hatte man gemeinsam die Gauchos in die Pampa und die Engländer auf die neblige Insel zurück geschickt – und mit Kollege Meier ein alkoholfreies Bier im Firmenhof getrunken, Forecast hin, Bilanz her.