Kündigung wegen Bagatell-Diebstahls

Der nächste spektakuläre Kündigungsschutzprozess geht durch die Medien. Eine Mitarbeiterin hat ihren Job verloren, weil sie eine Frikadelle verspeiste. Die Frau arbeitete 34 Jahre lang in bei ihrem Dortmunder Arbeitgeber, dem Bauverband Westfalen. Jüngst wurde einem Angestellten nach 14 Jahren gekündigt, weil er sein Mobiltelefon aufgeladen hatte  (Artikel vom 02.09.2009 auf diesem Blog). 

Laut Pressenachricht, bereitete die angestellte Sekretärin einen Imbiss für ihren Chef und Kunden vor. Während dieser Vorbereitung verspeiste sie eine Frikadelle und ein Brötchen. Zur Rede gestellt, räumte sie den Vorwurf ein, äußerte aber, dass Brötchen und Frikadellen, die nach Konferenzen übrig blieben, von den Mitarbeitern gegessen werden dürften. Wäre sie ermahnt worden wäre, hätte sie das nie mehr gemacht. Nun wird der Fall vor dem Arbeitsgericht verhandelt. 

Einer aktuellen Online-Umfrage nach stimmen übrigens fast 75 % dem Verhalten des Chefs zu. Es bleibt abzuwarten, wann dem nächsten Mitarbeiter ohne Abmahnung aus derartigen Gründen gekündigt wird.  Die Gerichte sehen sich jedenfalls in verstärktem Maße derartigen Streitigkeiten ausgesetzt.

Noch steht das Urteil im Fall der Kündigung wegen des Aufladens eines Mobiltelefons aus. Das Gericht hat für den 29.10.2009 terminiert.

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