Kündigung wegen Rauchens am Arbeitsplatz

Einer Arbeitnehmerin ist, nach mehrfacher Abmahnung, wegen Rauchens am Arbeitsplatz fristlos gekündigt geworden. Die erhobene Kündigungsschutzklage blieb erfolglos (ArbG Duisburg, 3 Ca 1336-09).

Im Betrieb der Arbeitnehmerin gibt es eine Betriebsvereinbarung, dass Rauchpausen nur in einem dafür zur Verfügung gestellten Raum absolviert werden dürfen. Arbeitnehmer müssen vor Antritt und nach Beendigung der Rauchpause die Zeiterfassungsanlage betätigen. Dagegen hat die Arbeitnehmerin – trotz erfolgter Abmahnung wegen Ihres Fehlverhaltens – wiederholt verstoßen. Der Arbeitgeber hat daraufhin die fristlose Kündigung ausgesprochen.

Die fristgemäß erhobene Kündigungsschutzklage blieb in der Sache erfolglos. Das Arbeitsgericht hat den wiederholten Verstoß gegen die Vereinbarung und die beharrliche Weigerung der Arbeitnehmerin, wenigstens Korrekturbelege für die Fehlzeiten einzureichen, als gravierenden Verstoß gegen die Leistungspflichten gewertet, auch wenn die einzelne Rauchpause nur wenige Minuten gedauert habe. Ebenfalls ohne Bedeutung war die langjährige Betriebszugehörigkeit der Klägerin.

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