Aufbruch!

Die Zeit der Friedenspfeifen dürfte vorbei sein. Die Zeit der Gemeinsamkeiten auch. Die deutsche Mannschaft verliert gegen Spanien – und man kann sich im Büro mit Wonne und Hingabe anderen Aufgaben widmen. Ein kühler Wind weht durch die Büroflure – und es macht keinen Sinn, mit Wimpel, Vuvuzuela oder Fanschal gute Stimmung machen zu wollen.

Man kann es sich gut vorstellen: Der Meier aus der Buchhaltung, gestern noch dein Bruder im Geiste beim Firmen-Public-Viewing, wird dir etwas auf den Tisch knallen und sich zu dem Satz versteigen: “Irgendwie hätte das auch schon letzte Woche erledigt sein können.” Stimmt, aber letzte Woche hatte man gemeinsam die Gauchos in die Pampa und die Engländer auf die neblige Insel zurück geschickt – und mit Kollege Meier ein alkoholfreies Bier im Firmenhof getrunken, Forecast hin, Bilanz her.

Nicht wundern: Nach der Ernüchterung folgt die Phase der großen Betriebsamkeit, kleine Nickeligkeiten eingeschlossen. Der Rheinländer in mir sagt: Daran kannst Du fühlen …  

Und noch einmal nicht wundern, wenn man das Gefühl bekommt, jenes ausbaden zu müssen, was eigentlich Sache der deutschen Nationalmannschaft ist. Wer heute in der Kantine äußert, dass man es mit Thomas Müller vielleicht geschafft hätte … nun ja. Es ist vermutlich besser sich nicht zu äußern. Man kann durchaus mal sein Mittagessen schweigend genießen, gedanklich schon einmal die Sache für Kollegen Meier  aus der Buchhaltung durchdenken und still schwitzen.

Kleiner Tipp: Nicht im orangen Hemd oder Kostüm zur Arbeit, Büro blitzartig entschmücken und ganz angestarrt auf den Bildschirm starren. So könnte es klappen.

verwandte Artikel:

  1. Rumours, gossip and bullying
  2. Der Wahnsinn mit Methode
  3. Durch Authentizität zum Erfolg
  4. Sigh no more!
  5. Entspannt durch den Arbeitstag

Tags: , , , , , ,

Hinterlasse eine Antwort