Testverfahren im Assessment-Center – Teil 2

Im zweiten Teil dieses Artikels widmen wir uns weiteren Testverfahren, die in Assessment-Centern eingesetzt werden.

Ein weiterer Klassiker ist das Fünf-Faktoren-Modell. Die Big Five geben Auskunft über fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeit:

1. Neurotizismus („emotionale Stabilität“)

2. Extraversion („zwischenmenschliches Verhalten und Aktivität“)

3. Offenheit für Erfahrungen

4. Verträglichkeit 

5. Gewissenhaftigkeit

Die Kandidaten erhalten einen Fragenkatalog, der in etwa 10-15 Minuten zu bearbeiten ist Jede Frage ist auf einer fünfstufigen Skala zu beantworten. Eine Kurzfassung des Big Five lässt sich im Internet kostenpflichtig durchführen.

Entspannter ist da der Minnesota-Test: Etwas für die Heimwerker und Architekten unter Ihnen. Die eher selten angewendete Testung verlangt die Zusammensetzung von Modellen aus Bausteinen, ist also geeignet, ihre mechanischen Fähigkeiten zu testen, wird aber auch gelegentlich als „Auflockerer“ im Rahmen einer Gruppenarbeit durchgeführt. Wer also gut Jenga spielt, ist klar im Vorteil!

Typische Pausenübung

Typische Pausenübung

Zusammenfassend lässt sich feststellen:  Ganz gleich, ob und – wenn ja, welcher Test einem begegnet: Er ist nur ein Baustein des AC! Entscheidend ist Authentizität und Einhaltung des Zeitlimits. Ich empfehle Kandidaten immer, nicht zu mutmaßen, welche Ihrer Eigenschaften gerade getestet wird. Schlimmer als ein etwas niedriger Skalenwert ist in aller Regel eine sich widersprechende Auswertung mit vielen Extremwerten. Nach Beendigung des Tests soll die Konzentration auf die anstehenden Übungen gelenkt werden.

 

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