Das Arbeitszeugnis – Teil 1

In rauen Wirtschaftszeiten mit hohen Arbeitslosenzahlen und häufigeren Stellenwechseln gewinnt ein qualitativ hohes Arbeitszeugnis immer mehr an Wert. Gleichzeitig gewinnen Referenzen an Bedeutung und Arbeitnehmer sollten tunlichst beizeiten darauf drängen, die von ihnen ausgeführte Tätigkeit mittels eines gesonderten Stellenprofils oder einer exakten Beschreibung nachweisen zu können.

Ihr Zeugnis - ein sonniger Blick?

Ihr Zeugnis - ein sonniger Blick?

Kaum ein Bereich der Arbeitswelt ist so von falschen Vorstellungen und Ängsten durchzogen wie eben gerade der oben genannte Bereich. Geheimcodes, versteckte Botschaften, verklausulierte Abwertungen, all dies fürchten Arbeitnehmer. Zu Recht?

Eine kleine Frage vorab: Wie alt ist eigentlich ihr letztes Zwischenzeugnis? Mehr als drei Jahre? Oder haben Sie einen neuen Vorgesetzten und von diesem noch keins erhalten? Ist Ihre Firma fusioniert und Sie besitzen kein “Abschlusszeugnis”? Dann aber schnell. Zwischenzeugnisse verschaffen Ihnen einen Überblick über Ihre Leistungen und sind – wenn Sie in regelmäßigen Abständen erstellt wurden – nicht mehr so einfach vom Arbeitgeber zu ändern. Wer in drei Zwischenzeugnissen über einen Zeitraum von zehn Jahren eine gleichbleibend gute Leistung bescheinigt bekommen hat, und zusätzlich seine Kompetenzen erweitert hat und einen firmeninternen Aufstieg dokumentieren kann, ist hinsichtlich eines Endzeugnisses auf der ziemlich sicheren Seite. Also: Zwischenzeugnis anfordern!

Was gehört eigentlich in Ihr Zeugnis? Zunächst unterscheidet man zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Zeugnis -  und das für Sie nur ein qualfiziertes Zeugnis in Betracht kommt, liegt erkennbar auf der Hand. Sie können in zahlreichen Internetforen nachlesen, was hinein gehört und was nicht. Es gibt Musterzeugnisse, die mal mehr, mal weniger gut sind. Was Sie nicht haben sollten, ist ein Zeugnis Ihres Arbeitgebers, der Ihnen auf kreative Art etwas Gutes tun möchte – und die gängigen Regeln in Unkenntnis mißachtet. Sie erhalten dann eine Katastrophe, obwohl man Ihnen eine gute Leistung bescheinigen wollte.

Im zweiten Teil widmen wir uns der Frage, warum man trotzdem ein schlechtes Zeugnis haben kann, wenn die Bewertung “stets zu unserer vollsten Zufriedenheit” vorgenommen wurde – und wie man das eigene Zeugnis auf Herz und Nieren checken kann.

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