Konformitätsdruck

Optimaler Kandidat?

Optimaler Kandidat?

Wie füge ich mich am besten ein? Welche meiner Kanten und Ecken darf oder muss ich verlieren, damit es mit der Einstellung klappt? Gibt es den Idealtyp des Bewerbers?

Was einen wirklich manchmal zur Verzweiflung treiben kann, ist die präsentierte Gleichheit und das geschliffene Auftreten vieler Bewerber. Irgendwann muss jemand das Gerücht in die Arbeitswelt gesetzt haben, dass es vornehmlich darauf ankommt, nicht aufzufallen. Was negative Aspekte der eigenen Persönlichkeit angeht, kann ich zustimmen. Warum aber Jobsuchende niemals ihre Farbtupfer setzen, ist mir ein Rätsel.

Sie sollen loyal gegenüber ihrem beisherigen Unternehmen sein, offen für mehr Verantwortung, bereits sein eine Zusatzaufgabe zu übernehmen – aber niemand hat Ihnen verboten, dies mit einer gewissen Individualität und Einzigartigkeit zu tun. Niemand!

Ganz gegenteilig: Wenn Sie glauben, dass jede Ungewöhnlichkeit Ihrer Person sorgsam versteckt gehört, dann hat man Sie bereits vergessen, wenn Sie nach dem Vorstellungsgespräch gerade den Raum verlassen haben. Versprochen!

Im letzten Assessment-Center-Training haben die Kandidaten sich auf die Präsentation ungewöhnlicher Freizeitgestaltungen verständigt: Reisen nach Südamerika (mit dem Traumziel: Peru), Afrikanische Trommel (mit der Erklärung, es sei so etwas wie die erste Telefonverbindung der afrikanischen Welt), Ahnenforschung und Laienschauspielerei. Wow! Klingt besser als “Lesen und Radfahren”, oder?

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