Archiv für die Kategorie ‘Personalberatung’

Führungsprinzip: Entspannung

Samstag, 14. August 2010

Gute Vorgesetzte sind aktive Zuhörer, die Anregungen aufgreifen, Meinungspluralität – die nicht im Widerspruch zu strategisch-unternehmerischen Interessen steht – zulassen, jederzeit win-win-Situationen anstreben und erreichen und Vereinbarungen Vorgaben immer vorziehen. So weit, so gut. Wäre da nur nicht der Sympathiefaktor, das sprichwörtliche Sich-riechen-können und die Nachhaltigkeit des ersten Eindrucks nicht.

Es ist mühsam. Manchmal möchte man alle Beherrschung von sich lassen und dem Gegenüber sagen, was er eigentlich für eine Flachpfeife ist. Andererseits gibt es einfachere Methoden sich selbst zu diskreditieren.

Führungsprinzip: Glaubwürdigkeit

Sonntag, 06. Juni 2010

Es gibt Geschäftsführer, bei denen es eine Vormittagsentscheidung gibt. Und eine am Nachmittag. Diese stehen sich dann meist diametral gegenüber. Chefs scheinen oft zu glauben, es sei unwichtig, ob sie für ihre Angestellten glaubwürdig und berechenbar sind. Das Gegenteil ist der Fall – es gibt kaum Kriterien, die für Mitarbeiter wichtiger sind. Wer seine einsamen Entscheidungen revidiert und wieder revidiert, wird über kurz oder lang den Mitarbeitern die Freude an kontinuierlicher Arbeit nehmen.

Führungsprinzip: Aufrichtigkeit

Donnerstag, 03. Juni 2010

Wer kennt nicht die folgende Situation: Man hat das Gefühl, dass einem der Vorgesetzte nicht die volle Wahrheit sagt. Man möchte nachfragen, etwas präzisiert bekommen oder einfach eine verbindliche Auskunft hinsichtlich Aufstiegsmöglichkeiten oder Beförderungen haben. Und geht aus dem Gespräch mit dem Empfinden, Verkündetes und Realität sind zwei Paar Schuhe.

In unseren Schulungen für Führungskräfte mit Personalverantwortung betonen wir immer wieder, wie wichtig gerade Aufrichtigkeit ist, wenn Vorgesetzte mit Mitarbeitern sprechen. Mitarbeiter müssen jederzeit das Gefühl haben, die Wahrheit präsentiert zu bekommen.

Machtspiele

Dienstag, 18. Mai 2010

Vorgesetzte lassen Mitarbeiter schon mal warten. Gelegentlich, weil viel zu tun ist. Manchmal aber auch zur Machtdemonstration. Das ist ein wenig feiner Zug – und eine Art der Personalführung, die alles Andere als nachhaltig, erfolgversprechend oder gar motivierend ist. Das Zauberwort heißt Wertschätzung! Gute Chefs handeln nach den Wertvorstellungen und Prinzipien, die sie von ihren Mitarbeitern fordern – und wenden diese Prinzipien gerade in einem noch strengeren Maße auf die eigene Person an. Wer also Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit verlangt, zu sich selbst aber großzügig bei der Einhaltung ist, diskreditiert sich selbst. 

Kleine Gesten

Dienstag, 11. Mai 2010

Vieles lässt sich leicht trainieren. Man kann sich im Vorfeld von Vorstellungsgesprächen Gedanken über Inhalte und Strategien machen, man kann sich über Unternehmen und Branche informieren, man kann Small-Talk üben – damit man einen guten und angenehmen Eindruck hinterlässt.

Gleichwohl reicht das nicht. Es sind die kleinen Bewegungen mit den Augen und den Händen, die einen Lügen strafen, die Aussagen konterkarieren, die von Nervosität und Unbeherrschtheit zeugen und die dem Personalverantwortlichen signalisieren: Jetzt checkst Du den Kandidaten mal auf Herz und Nieren.

Mitarbeitergespräche – wann welches?

Freitag, 19. März 2010

Jahresgespräch, Kritikgespräch, Mitarbeitergespräch, Leistungsbewertung, kollegialer Ratschlag, Ermahnung, Abmahnung … Es gibt eine große Palette verschiedenster Gespräche in der Arbeitswelt. Leider werden diese immer wieder nicht den Regeln der Kunst entsprechend geführt. Schnell wird im Jahresgespräch nach der Zielvereinbarung noch eine Kritik geäußert, wird im Motivationsgespräch noch ein Jahresrückblick vollzogen und werden die scharfen Grenzen zwischen kollegialem Ratschlag und Ermahnung einerseits und Ermahnung und Abmahnung andererseits verwischt.

Wie empfehlen grundsätzlich eine strikte Trennung dieser sich überschneidenden Bereiche. Den Teilnehmern muss im Vorfeld der Rahmen, die Wirkung und der Anlass des Gesprächs klar sein. Wer sich unvorbereitet in schwierige Themen hinein manövriert sieht, wird kaum adäquat reagieren können.