Mit ‘Arbeitszeugnis’ getaggte Artikel

Bossing – Eine neue Tendenz?

Dienstag, 24. November 2009

Es beginnt mit der Verweigerung eines Willkommensgrußes. Man bekommt Arbeiten zugewiesen, die einen permanent unterfordern, dann aber einen riesigen Berg schwierigster Aufträge hingelegt, die man sofort erledigen soll. Man wird nicht zu den obligatorischen Kaffeerunden eingeladen – oder noch schlimmer: ausgeladen. Ich habe neulich eine Seminarankündigung gelesen, in der Mobbing als Auftakt zu einer Lebensveränderung und somit als Chance zu begreifen ist. Nun ja.

Betroffene sehen das ganz anders. Im schlimmsten Fall gehen die wiederholenden Demütigungen vom Vorgesetzten aus, im momentan gültigen Sprachgebrauch nennt man dies “Bossing“.  Abmahnungen wegen Nichtigkeiten, Kündigungsandrohungen, Kündigungen – einhergehend mit schikanösem Verhalten sind die Regel.  Betroffene werden zermürbt, vermeintliche Schlichtungsgespräche zwischen den Parteien helfen nicht, sondern dienen oftmals eher der Bestandsaufnahme, wie fertig der Kollege bereits ist.

Ermahnung, Abmahnung und Kündigung – Teil 2

Samstag, 07. November 2009

Ziehen Sie eine Abmahnung in Betracht? Beginnen wir mit einem juristischen Grundsatz: Regelmäßig vom Arbeitgeber hingenommene Verstöße gegen arbeitsvertragliche Pflichten können zu einer inhaltlichen Änderung eines Arbeitsvertrages führen. Oder einfacher formuliert: Wer Fehlverhalten von Arbeitnehmern nicht rügt, sondern hinnimmt und nicht warnt, dass er mit dem Verhalten nicht einverstanden ist, verliert unter Umständen sein Kündigungsrecht. Aus der Praxis ist mir ein Beispiel im Gedächtnis, wo ein Kleinunternehmen aus Köln das regelmäßige Zuspätkommen einer Arbeitnehmerin jahrelang geduldet hat, dann aber eine Abmahnung deswegen ausgesprochen hat.  Der Arbeitgeber musste vor dem Arbeitsgericht erkennen, dass er viel früher hätte handeln müssen, sein Abmahnungsrecht war hinsichtlich der Unpünktlichkeit “verbraucht”.

Bewerberauswahl – Letzter Teil

Montag, 02. November 2009

Die eigentlichen Bewerbungsgespräche stehen an. Ihnen verbleibt im Durchschnitt eine Stunde Zeit um herauszufinden, wer vor Ihnen sitzt, wie er denkt und wie er sich in ihr Unternehmen einfügen wird. Möglicherweise lassen Sie ergänzend eine Arbeitsprobe fertigen – und bewerten diese zusätzlich zum Vorstellungsgespräch.

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Sie müssen sich im Vorfeld entscheiden, ob Sie ein kurzes Warm-up möchten; dieses kann die Situation für den Kandidaten leichter machen und ihn zur Höchstleistung führen. Wer unmittelbar in medias res geht, blockiert auch schon mal den ein oder anderen Bewerber. Fingerspitzengefühl ist gefragt, schließlich wollen Sie sich ja nicht Chancen auf den besten Arbeitnehmer verbauen.

Bewerberauswahl – Teil 1

Montag, 07. September 2009

Verlassen Sie sich ausschließlich auf Ihr Gefühl, wenn Sie eine Stelle zu vergeben haben? Vor allem dann, wenn der Bewerber einen tadellosen Eindruck macht, die Chemie zwischen Ihnen stimmt und Sie möglicherweise unter Zeitdruck handeln?

Haben Sie sich einmal ausgerechnet, was eine falsche Entscheidung kostet – und ob Sie überhaupt noch Abstand von dieser Entscheidung nehmen können?  Gutes Personal zu finden, zufrieden zu stellen und langfristig an sich zu binden ist eine Kunst.

Gutes Betriebsklima?

Freitag, 04. September 2009

Es gibt sie noch, die Spaßvögel in den Unternehmen. Die Kollegen, die auch in den Zeiten der Finanzkrise und der unglaublichen Bonizahlungen ihre gute Laune nicht verloren haben.

Damit kein Mißverständnis aufkommt: Wir sprechen hier nicht über die Jungs aus der EDV, die manchmal über Witze kichern, die kein Kollege außerhalb der Abteilung verstehen würde, sei es, weil der Nicht-EDVler bereits an den sprachlichen Hürden scheitert, oder sei es, weil er zwar die Sprache versteht, die Pointe aber einfach nicht lustig findet. Wir reden auch nicht über den temporären Galgenhumor von Mitarbeitern, deren Betrieb geschlossen wird, der Geschäftsführer aber mit einem Tagessatz von 80.000 € als Abfindung scheidet.