Mit ‘Assessment-Center’ getaggte Artikel

Arbeitsverträge – Inhalt und Wirkung Teil 2

Donnerstag, 11. März 2010

Im zweiten Teil dieses Artikels beschäftigen wir uns zunächst mit der Frage, welche Arbeitszeiten und Urlaubsansprüche festgelegt worden sind. In vielen Fällen gibt es bereits tarifliche Regelungen oder gültige Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die diese Problematik abschließend klären. Das ist aber nicht immer so.

Häufig findet sich eine Formulierung, dass alle Überstunden mit dem Gehalt als abgegolten gelten. Ganz abgesehen von der Kollision mit möglichen arbeitszeitrechtlichen Schutzbestimmungen, dürfte eine derartig pauschalierte Formulierung einer arbeitsgerichtlichen Inhaltskontrolle nicht stand halten. Ebenso häufig findet sich die ähnlich angreifbare Vereinbarung, dass Überstunden ab einer gewissen Grenze einfach gekappt werden. Man hat also – im Prinzip – umsonst gearbeitet. Arbeitnehmer und Arbeitgeber tun gut daran, klare und rechtssichere Regelungen und Vereinbarungen zu treffen.

Bewerbungstraining – Letzter Teil

Freitag, 05. März 2010

Wenn sich Kandidaten in einem Vorstellungsgespräch selbst vorstellen müssen, geraten sie regelmäßig in Aufregung und absolvieren diese – in aller Regel drei Minuten dauernde Aufgabe – mehr schlecht als recht. Dabei ist es so einfach!

Präsentieren Sie sich farbig!

Präsentieren Sie sich farbig!

Es ist die einzige Situation im Bewerbungsgespräch, wo Sie das Heft des Handelns allein in der Hand halten! Wenn Sie eine gute Position eingenommen haben, tief aus- und wieder eingeatmet haben, dann beginnen Sie zu sprechen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Ruhe. Sprechen Sie klar und deutlich, vermeiden Sie Fachwörter, Anglizismen und Interna. Eigenpräsentationen lassen sich vorab einfach einstudieren und üben. Ganz wichtig: Keine auswendig gelernten und gestelzten Formulierungen verwenden, sondern sympathische Farbtupfer setzen und so eine Unverwechselbarkeit herstellen.

Die erfolgreiche Bewerbung

Freitag, 29. Januar 2010

Gibt es so etwas wie den perfekten Auftritt in einem Bewerbungsgespräch? Eine Formel, die einem weiterhilft und auf die man sich bedingungslos verlassen kann? Natürlich nicht. Gleichwohl gibt es Strategien, die so hilfreich sind, dass man die eigenen Chancen erheblich verbessert.

Take the cake!
Take the cake!

Eigentlich ist es ganz einfach. Sie müssen nur zwei Dinge beherrschen: Sich und den Interviewer – und natürlich so, dass er es nicht merkt. Gute Bewerber “lesen” ihr Gegenüber und sind in der Lage zwischen Small-Talk und Stressfrage problemlos hin- und her zu pendeln. Sie hören aktiv zu, geben ein wenig von sich preis und sind weder bedächtig noch vorschnell in ihren Antworten. Ein gelegentliches Lächeln oder die Wiederholung einer Frage – um diese zu präzisieren – , gezielte Fragen zum Firmenportfolio, akkurate Branchenkenntnis und eine lockere und aufmerksame Sitzposition rücken Bewerber in das richtige Licht.

Alles dies muss nun noch richtig dosiert werden – und damit fangen die
eigentlichen Schwierigkeiten an. Wie soll man locker sitzen, wenn man eigentlich fliehen möchte? Wie soll man lächeln, wenn einem der unsympathischste Personalchef der westlichen Hemisphäre gegenüber sitzt? Und wie soll man sich all die kleinen Tipps, Tricks und Hinweise merken?
Gar nicht. Wenn Sie völlig untrainiert einen 10-Kilometer-Lauf überleben möchten, nützen Ihnen theoretische Kenntnisse der Strecke, Ihres Lungenvolumens und der richtigen Lauftaktik auch nichts. Spätestens bei Kilometer 3 ist Ihnen übel, bei Kilometer 5 steigt jeder Untrainierte aus, theoretisches Wissen hin oder her.
All das oben Aufgeführte hilft Ihnen nur, wenn Sie es mehrfach geübt haben – wie einen Langstreckenlauf eben.  

Peer-Ranking – Selbst- und Fremdeinschätzung

Sonntag, 29. November 2009

Das Zauberwort heisst: Selbsteinschätzung! Wie gut sind die Anderen, wie gut bin ich? Wenn man Glück hat, muss man zum Abschluss eines Assessment-Centers nur eine Reihenfolge der Kandidaten erstellen, sich selbst relativ weit nach oben platzieren und kann dann nach Hause gehen. Erster Ansatz: Bloß nicht zu bescheiden. Zweiter Ansatz: Bloß nicht zu bescheiden. Dritter Ansatz: Bloß nicht zu bescheiden. Es ist wie mit den Häusern: es zählt die Lage, die Lage und die Lage.

Falls Sie sich nun ganz nach oben gesetzt haben, eigentlich aber nur die Nummer 9 von 10 Kandidaten sind – glauben Sie mir, es macht keinen Unterschied. Die Jobs werden ohnehin nur an die Nummern 1-4 vergeben. Da macht eine Selbstüberschätzung das Kraut auch nicht mehr fett.

On the woodway?

Freitag, 30. Oktober 2009

Neulich ist mir eine Mechanik an meiner Gitarre gebrochen. Ich bin zu einem Instrumentenbauer nach Bonn gefahren, der ausschließlich Gitarren restauriert und repariert. Aus gutem Grund – der Mann war Fachmann. Seinen Job hat er glänzend erledigt. Ähnliches könnte ich von meiner Zahnärztin, meinem Rhetoriktrainer und dem Fliesenleger sagen, der neulich unser Gäste-WC renovierte. Jeden dieser Dienstleister würde ich sofort weiter empfehlen.

Testverfahren im Assessment-Center – Teil 2

Dienstag, 27. Oktober 2009

Im zweiten Teil dieses Artikels widmen wir uns weiteren Testverfahren, die in Assessment-Centern eingesetzt werden.

Ein weiterer Klassiker ist das Fünf-Faktoren-Modell. Die Big Five geben Auskunft über fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeit:

1. Neurotizismus („emotionale Stabilität“)

2. Extraversion („zwischenmenschliches Verhalten und Aktivität“)

3. Offenheit für Erfahrungen

4. Verträglichkeit 

5. Gewissenhaftigkeit

Die Kandidaten erhalten einen Fragenkatalog, der in etwa 10-15 Minuten zu bearbeiten ist Jede Frage ist auf einer fünfstufigen Skala zu beantworten. Eine Kurzfassung des Big Five lässt sich im Internet kostenpflichtig durchführen.