Mit ‘Büroorganisation’ getaggte Artikel

Führungsprinzip: Glaubwürdigkeit

Sonntag, 06. Juni 2010

Es gibt Geschäftsführer, bei denen es eine Vormittagsentscheidung gibt. Und eine am Nachmittag. Diese stehen sich dann meist diametral gegenüber. Chefs scheinen oft zu glauben, es sei unwichtig, ob sie für ihre Angestellten glaubwürdig und berechenbar sind. Das Gegenteil ist der Fall – es gibt kaum Kriterien, die für Mitarbeiter wichtiger sind. Wer seine einsamen Entscheidungen revidiert und wieder revidiert, wird über kurz oder lang den Mitarbeitern die Freude an kontinuierlicher Arbeit nehmen.

Verteilungsgerechtigkeit

Donnerstag, 01. April 2010

Wenn Sie gerade noch eben eine Aufgabe delegieren müssen – wen betrauen Sie eigentlich mit dieser kleinen Extraarbeit? Vermutlich denjenigen, bei dem die geringsten Schwierigkeiten zu erwarten sind. Warum machen Sie das? Und was denken Ihre Mitarbeiter von Ihnen?

Erste Begründungs-Variante von Vorgesetzten: “Ich kann mich auf Sie immer verlassen und das hier ist sehr wichtig.”  Prima. Wenn man es anders formuliert: Dafür, dass man immer zuverlässig und gut arbeitet, gute Resultate erzielt uns sich niemals weigert eine Extraaufgabe zu übernehmen, bekommt man noch etwas mehr Arbeit. Ziemlich unfair.

Checker!

Freitag, 19. Februar 2010

Wenn Vorgesetzte zu ihren Mitarbeitern sagen, sie hätten vollstes Vertrauen in deren Arbeit, dann ist das vergleichbar mit den Statements von Bundesligaclubs, wenn die Trainer zur Debatte stehen. Sollten Sie Arbeitnehmer sein und gerade von ihren Vorgesetzten beurteilt werden – und derartige Aussagen fallen, sollte Ihnen klar sein, dass Sie kontrolliert werden. Oder etwa nicht?

Wer kann schon von sich selbst behaupten, er würde uneingeschränktes Vertrauen entgegen gebracht bekommen? Wer Vorlagen fertigen muss, der kann den traurigen Blues der unangebrachten Korrektur singen. Schnell verbessert der Chef mal – in aller Regel rein verbalkosmetisch und um des Ändern willens. Denn: wer schon kontrolliert, der möchte sich auch einbringen und seine Arbeitszeit nicht unnütz vertan haben. Oder gehen Ihre Vorlagen und Konzepte etwa 1:1 durch?

Schwere Bürde

Mittwoch, 20. Januar 2010

Irgendwie hätte es stutzig machen sollen. Wenn man eine Stelle antreten soll, bei der weder Aufgabenbereich noch Zuständigkeiten oder Kompetenzen geklärt sind, sollte man es vielleicht besser sein lassen. Es hat ein wenig davon, als ob man ohne Kompass im Dschungel ausgesetzt würde und mit einer Machete einen sechsspurigen Highway baldmöglichst fertig stellen soll.

Gebetsmühlenartig hört man den Spruch: Hauptsache Arbeit – eine Aussage, der ich bei der ein oder anderen Arbeitsstelle nicht unbedingt zustimmen möchte, und schon gar nicht, wenn man eine Position antritt, die nicht klar definiert ist.

Und ewig grüßt das Murmeltier …. Immer wieder freitags!

Donnerstag, 06. August 2009

Kennen Sie folgende Kette? „Wenn es wichtig erscheint, notieren Sie es. Wenn Sie es notiert haben, tippen Sie es ab. Wenn Sie es abgetippt haben, kopieren Sie es. Wenn Sie es kopiert haben, heften Sie es ab. Wenn es Freitag ist, vergessen Sie es einfach.“

Oder auch nicht. Spätestens an einem normalen Freitagnachmittag, mit tödlicher Sicherheit an einem Freitagnachmittag vor nachfolgenden Feiertagen und mit einer 100%-Trefferquote an Freitagen vor Weihnachten oder Ostern, quillt Ihr E-Mailfach über, die interne Postverteilung füllt Ihr verwaistes Postkörbchen, ihr Chef ruft Ihnen im Vorübergehen zu, dass es zwar nicht eile, die Fusionsgeschichte aber vielleicht doch bis Montag erledigt sein solle, wobei der Montagnachmittag vollauf genüge. Und dann?