Mit ‘Jahresgespräch’ getaggte Artikel

Perfect disaster

Samstag, 07. April 2012

Es gab Jahre, da kam man, wenn man “perfect” und “disaster” bei Google eingab, automatisch auf die offizielle Homepage eines amerikanischen Präsidenten. Google hat das “Problem” gelöst und nunmehr findet man ausschließlich Treffer, die sich mit Situationen beschäftigen, die man in unserer Sprache schlichtweg als Katastrophe bezeichnen würde.

Perfekte Desaster findet man oft in allen möglichen Gesprächen, die der Job so mit sich bringt: In Vorstellungsgesprächen, Mitarbeitergesprächen, Kritikgesprächen, Meetings oder Jahresgesprächen. Fakt ist, die Beteiligten reden, in aller Regel aber nicht miteinander und schon gar nicht über das gleiche Thema – oder ertappen Sie sich nie bei der Frage: “Worum geht es eigentlich gerade?” Es gibt ganze Bücher über aktives Zuhören, Matching und Kommunikationsstrategien – Ratgeber von A-Z, Internetforen und vermutlich Selbsthilfekreise überhörter und sich unverstanden fühlender Mitarbeiter. Und nun?

Mitarbeitergespräche – wann welches?

Samstag, 19. November 2011

Jahresgespräch, Kritikgespräch, Mitarbeitergespräch, Leistungsbewertung, kollegialer Ratschlag, Ermahnung, Abmahnung … Es gibt eine große Palette verschiedenster Gespräche in der Arbeitswelt. Leider werden diese immer wieder nicht den Regeln der Kunst entsprechend geführt. Schnell wird im Jahresgespräch nach der Zielvereinbarung noch eine Kritik geäußert, wird im Motivationsgespräch noch ein Jahresrückblick vollzogen und werden die scharfen Grenzen zwischen kollegialem Ratschlag und Ermahnung einerseits und Ermahnung und Abmahnung andererseits verwischt.

Wir empfehlen grundsätzlich eine strikte Trennung dieser sich überschneidenden Bereiche. Den Teilnehmern muss im Vorfeld der Rahmen, die Wirkung und der Anlass des Gesprächs klar sein. Wer sich unvorbereitet in schwierige Themen hinein manövriert sieht, wird kaum adäquat reagieren können.

Sigh no more!

Mittwoch, 21. Juli 2010

Der wirtschaftliche Aufschwung ist gefühlt vorhanden. Die Auftragsbücher füllen sich, Konzepte müssen entwickelt, Projekte voran getrieben und Kunden zufrieden gestellt werden. Und das in aller Regel mit der gleichen Menge Personal. Wie geht das?

Die Erfahrung der letzten Jahre hat es gezeigt. Es geht, mit geringen oder nicht ganz so geringen Reibungsverlusten. Zumindest den Arbeitnehmern, die sich als Teil der “one company” fühlen, ist dies in aller Regel noch leicht zu vermitteln. Was sagte ein Personaler neulich in einer Schulung? “Nicht seufzen, es sichert unsere Arbeitsplätze …” Ach. Ein paar Monate Spitzenbelastung kann man schon wegstecken. Das verkaufte Produkt oder die an den Mann gebrachte Dienstleistung finanziert schließlich unsere Gehälter, Kollateralschäden inbegriffen.

Führungsprinzip: Aufrichtigkeit

Donnerstag, 03. Juni 2010

Wer kennt nicht die folgende Situation: Man hat das Gefühl, dass einem der Vorgesetzte nicht die volle Wahrheit sagt. Man möchte nachfragen, etwas präzisiert bekommen oder einfach eine verbindliche Auskunft hinsichtlich Aufstiegsmöglichkeiten oder Beförderungen haben. Und geht aus dem Gespräch mit dem Empfinden, Verkündetes und Realität sind zwei Paar Schuhe.

In unseren Schulungen für Führungskräfte mit Personalverantwortung betonen wir immer wieder, wie wichtig gerade Aufrichtigkeit ist, wenn Vorgesetzte mit Mitarbeitern sprechen. Mitarbeiter müssen jederzeit das Gefühl haben, die Wahrheit präsentiert zu bekommen.

Machtspiele

Dienstag, 18. Mai 2010

Vorgesetzte lassen Mitarbeiter schon mal warten. Gelegentlich, weil viel zu tun ist. Manchmal aber auch zur Machtdemonstration. Das ist ein wenig feiner Zug – und eine Art der Personalführung, die alles Andere als nachhaltig, erfolgversprechend oder gar motivierend ist. Das Zauberwort heißt Wertschätzung! Gute Chefs handeln nach den Wertvorstellungen und Prinzipien, die sie von ihren Mitarbeitern fordern – und wenden diese Prinzipien gerade in einem noch strengeren Maße auf die eigene Person an. Wer also Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit verlangt, zu sich selbst aber großzügig bei der Einhaltung ist, diskreditiert sich selbst. 

Checker!

Freitag, 19. Februar 2010

Wenn Vorgesetzte zu ihren Mitarbeitern sagen, sie hätten vollstes Vertrauen in deren Arbeit, dann ist das vergleichbar mit den Statements von Bundesligaclubs, wenn die Trainer zur Debatte stehen. Sollten Sie Arbeitnehmer sein und gerade von ihren Vorgesetzten beurteilt werden – und derartige Aussagen fallen, sollte Ihnen klar sein, dass Sie kontrolliert werden. Oder etwa nicht?

Wer kann schon von sich selbst behaupten, er würde uneingeschränktes Vertrauen entgegen gebracht bekommen? Wer Vorlagen fertigen muss, der kann den traurigen Blues der unangebrachten Korrektur singen. Schnell verbessert der Chef mal – in aller Regel rein verbalkosmetisch und um des Ändern willens. Denn: wer schon kontrolliert, der möchte sich auch einbringen und seine Arbeitszeit nicht unnütz vertan haben. Oder gehen Ihre Vorlagen und Konzepte etwa 1:1 durch?