Mit ‘Köln’ getaggte Artikel

Arbeitsverträge – Inhalt und Wirkung Teil 2

Donnerstag, 11. März 2010

Im zweiten Teil dieses Artikels beschäftigen wir uns zunächst mit der Frage, welche Arbeitszeiten und Urlaubsansprüche festgelegt worden sind. In vielen Fällen gibt es bereits tarifliche Regelungen oder gültige Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die diese Problematik abschließend klären. Das ist aber nicht immer so.

Häufig findet sich eine Formulierung, dass alle Überstunden mit dem Gehalt als abgegolten gelten. Ganz abgesehen von der Kollision mit möglichen arbeitszeitrechtlichen Schutzbestimmungen, dürfte eine derartig pauschalierte Formulierung einer arbeitsgerichtlichen Inhaltskontrolle nicht stand halten. Ebenso häufig findet sich die ähnlich angreifbare Vereinbarung, dass Überstunden ab einer gewissen Grenze einfach gekappt werden. Man hat also – im Prinzip – umsonst gearbeitet. Arbeitnehmer und Arbeitgeber tun gut daran, klare und rechtssichere Regelungen und Vereinbarungen zu treffen.

Ermahnung, Abmahnung und Kündigung – Letzter Teil

Montag, 07. Dezember 2009

Was können Sie bei einer Kündigung falsch machen? So ziemlich alles, wenn man sich einmal mit dem Verfahren genauer auseinander setzt. In wirtschaftlichen schweren Zeiten kämpfen Arbeitnehmer zunehmend mit harten Bandagen um den Erhalt Ihres Arbeitsplatzes.

Wenn möglich, sollten die Parteien einen schriftlichen Aufhebungsvertrag mit entsprechender Abfindungszahlung vereinbaren. Zu beachten ist hierbei allerdings, dass dies regelmäßig negative Folgen in sozialrechtlicher Hinsicht auslöst. Abfindungen und Aufhebungen können zu Kürzungen und Anrechnungen beim Arbeitslosengeld führen. Aus dem Schneider ist, wer einen neuen Job in der Tasche hat und die Abfindung als Bonbon mitnehmen kann.

Peer-Ranking – Selbst- und Fremdeinschätzung

Sonntag, 29. November 2009

Das Zauberwort heisst: Selbsteinschätzung! Wie gut sind die Anderen, wie gut bin ich? Wenn man Glück hat, muss man zum Abschluss eines Assessment-Centers nur eine Reihenfolge der Kandidaten erstellen, sich selbst relativ weit nach oben platzieren und kann dann nach Hause gehen. Erster Ansatz: Bloß nicht zu bescheiden. Zweiter Ansatz: Bloß nicht zu bescheiden. Dritter Ansatz: Bloß nicht zu bescheiden. Es ist wie mit den Häusern: es zählt die Lage, die Lage und die Lage.

Falls Sie sich nun ganz nach oben gesetzt haben, eigentlich aber nur die Nummer 9 von 10 Kandidaten sind – glauben Sie mir, es macht keinen Unterschied. Die Jobs werden ohnehin nur an die Nummern 1-4 vergeben. Da macht eine Selbstüberschätzung das Kraut auch nicht mehr fett.

Der Wahnsinn mit Methode

Montag, 23. November 2009

Wissen Sie eigentlich, wo es lang geht? Und warum? In aller Regel werden Sie jemanden in der Arbeitswelt kennen, der Ihnen sagt, wo es lang geht. Und zwar unmissverständlich. Es gibt sie an jeder Ecke, die Alphatierchen der Unternehmen, die Richtungsweiser und Entscheider.

Richtungsanzeiger

Richtungsanzeiger

Können Sie sich noch an die UMTS-Lizenzen erinnern? Ich lache heute noch. Wer allerdings damals in einer der beteiligten Unternehmen Zweifel geäußert hätte, wäre zum Bedenkenträger abgestempelt und für alle Zeiten erledigt gewesen. UMTS war wirklich mal ein Projekt. Warum muss ich jetzt eigentlich an den Werbeslogan einer großen Baumarktkette (ya, ya, yippieh, yippieh, yeah!) denken?

Testverfahren im Assessment-Center – Teil 2

Dienstag, 27. Oktober 2009

Im zweiten Teil dieses Artikels widmen wir uns weiteren Testverfahren, die in Assessment-Centern eingesetzt werden.

Ein weiterer Klassiker ist das Fünf-Faktoren-Modell. Die Big Five geben Auskunft über fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeit:

1. Neurotizismus („emotionale Stabilität“)

2. Extraversion („zwischenmenschliches Verhalten und Aktivität“)

3. Offenheit für Erfahrungen

4. Verträglichkeit 

5. Gewissenhaftigkeit

Die Kandidaten erhalten einen Fragenkatalog, der in etwa 10-15 Minuten zu bearbeiten ist Jede Frage ist auf einer fünfstufigen Skala zu beantworten. Eine Kurzfassung des Big Five lässt sich im Internet kostenpflichtig durchführen.

Testverfahren im Assessment-Center – Teil 1

Samstag, 24. Oktober 2009

Dieser Artikel soll Sie mit den gängigsten Testverfahren vertraut machen, die Ihnen in einem Assessment-Center begegnen können. Bekannt dürften den meisten Kandidaten noch Leistungstests sein, oftmals in Form von IQ-Tests. Leistungstests sind psychologische Testverfahren zur Erfassung von Leistungsmerkmalen der Kandidaten. Mögliche Inhalte sind Wissens-, Problemlösungs- und Lerntests sowie Prüfung der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und Kapazität Ihres Arbeitsgedächtnisses, Aufmerksamkeitstests und Gedächtnistests. Es werden Anzahl und  Qualität Ihrer Lösungen gewertet. 

Ein großes Unternehmen der Bankenbranche im Raum Köln/Bonn ließ in der jüngeren Vergangenheit Typentests durchführen. Darunter versteht man ein standardisiertes Verfahren, bei dem vier Eigenschaften der Kandidaten getestet werden:

 1) Energie (extrovertiert oder introvertiert)