Mit ‘Kritikgespräch’ getaggte Artikel

Machtspiele

Dienstag, 18. Mai 2010

Vorgesetzte lassen Mitarbeiter schon mal warten. Gelegentlich, weil viel zu tun ist. Manchmal aber auch zur Machtdemonstration. Das ist ein wenig feiner Zug – und eine Art der Personalführung, die alles Andere als nachhaltig, erfolgversprechend oder gar motivierend ist. Das Zauberwort heißt Wertschätzung! Gute Chefs handeln nach den Wertvorstellungen und Prinzipien, die sie von ihren Mitarbeitern fordern – und wenden diese Prinzipien gerade in einem noch strengeren Maße auf die eigene Person an. Wer also Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit verlangt, zu sich selbst aber großzügig bei der Einhaltung ist, diskreditiert sich selbst. 

Kryptisch …

Dienstag, 30. März 2010

In einem unlängst absolvierten Gesprächstraining für angehende Führungskräfte konnten zwei Teilnehmer – auch nach Hinweis und Aufforderung – Anweisungen und Kritiken an Mitarbeitern nicht dezidiert und konkret formulieren. Als die jeweiligen Rollenspiele beendet waren, wurde von der beobachtenden Gruppe deutliche Kritik geübt. Die beiden Teilnehmer verteidigten sich unisono mit der Bemerkung, ihrem Gegenüber nicht zu nahe treten zu wollen. Eine nachvollziehbare Aussage?

Checker!

Freitag, 19. Februar 2010

Wenn Vorgesetzte zu ihren Mitarbeitern sagen, sie hätten vollstes Vertrauen in deren Arbeit, dann ist das vergleichbar mit den Statements von Bundesligaclubs, wenn die Trainer zur Debatte stehen. Sollten Sie Arbeitnehmer sein und gerade von ihren Vorgesetzten beurteilt werden – und derartige Aussagen fallen, sollte Ihnen klar sein, dass Sie kontrolliert werden. Oder etwa nicht?

Wer kann schon von sich selbst behaupten, er würde uneingeschränktes Vertrauen entgegen gebracht bekommen? Wer Vorlagen fertigen muss, der kann den traurigen Blues der unangebrachten Korrektur singen. Schnell verbessert der Chef mal – in aller Regel rein verbalkosmetisch und um des Ändern willens. Denn: wer schon kontrolliert, der möchte sich auch einbringen und seine Arbeitszeit nicht unnütz vertan haben. Oder gehen Ihre Vorlagen und Konzepte etwa 1:1 durch?

Ermahnung, Abmahnung und Kündigung – Teil 1

Mittwoch, 07. Oktober 2009

Urplötzlich treten Schwierigkeiten auf. Arbeitnehmer verstoßen gegen Leistungspflichten, kommen unpünktlich oder werden unzuverlässig. Mal abgesehen von den eher seltenen Fällen der Entbehrlichkeit einer Abmahnung und dem direkten Ausspruch einer Kündigung, geht dem Ausspruch der Kündigung meist eine logische Reihenfolge von vorbereitenden Maßnahmen voraus.

In aller Regel werden Arbeitgeber zunächst ein anlassbezogenes Kritikgespräch mit dem Betroffenen führen und ihn auf sein Fehlverhalten oder schlechtere Arbeitsleistungen hinweisen. Es liegt auf der Hand, dass ein solches Gespräch nicht als Kündigungsandrohung zu werten ist und von den Arbeitsgerichten auch nicht dementsprechend gewürdigt wird. Kritikgespräche, aber auch Leistungsbewertungen in den turnusmäßig stattfindenden Halbjahres- oder Jahresgesprächen, dienen der Orientierung, sollen Verbesserungen bewirken und Lösungsansätze aufzeigen, von denen beide Parteien profitieren. In kündigungsrechtlicher Hinsicht sind sie grundsätzlich bedeutungslos.