Mit ‘Rhetorik’ getaggte Artikel

Durch Authentizität zum Erfolg

Freitag, 05. Februar 2010

Können Sie aus Ihrer Haut? Nein? Dann befinden Sie sich in bester Gesellschaft.

Wenn Sie die Karriereleiter erklimmen wollen und sich – aus gutem Grunde – zu schade dafür sind, ihre Überzeugungen und Wertvorstellungen aufzugeben, dann sollten sie gerade diese Überzeugungen ihren Kollegen und Mitarbeitern, aber auch ihren Vorgesetzten präsentieren. Heben Sie sich doch einmal wohltuend von der grauen Masse ab und setzen Sie – im wahrsten Sinne des Wortes – einige farbliche Akzente.

In einem gerade absolvierten Assessment-Center-Training bin ich gefragt worden, wie oft man eigentlich authentisch sein soll. Und wann. “Also einmal die Woche ist schon gar nicht so schlecht, jede Woche allerdings wäre verrückt. Und authentisch ist man am besten dann, wenn es gerade passt.” habe ich geantwortet.

Die erfolgreiche Bewerbung

Freitag, 29. Januar 2010

Gibt es so etwas wie den perfekten Auftritt in einem Bewerbungsgespräch? Eine Formel, die einem weiterhilft und auf die man sich bedingungslos verlassen kann? Natürlich nicht. Gleichwohl gibt es Strategien, die so hilfreich sind, dass man die eigenen Chancen erheblich verbessert.

Take the cake!
Take the cake!

Eigentlich ist es ganz einfach. Sie müssen nur zwei Dinge beherrschen: Sich und den Interviewer – und natürlich so, dass er es nicht merkt. Gute Bewerber “lesen” ihr Gegenüber und sind in der Lage zwischen Small-Talk und Stressfrage problemlos hin- und her zu pendeln. Sie hören aktiv zu, geben ein wenig von sich preis und sind weder bedächtig noch vorschnell in ihren Antworten. Ein gelegentliches Lächeln oder die Wiederholung einer Frage – um diese zu präzisieren – , gezielte Fragen zum Firmenportfolio, akkurate Branchenkenntnis und eine lockere und aufmerksame Sitzposition rücken Bewerber in das richtige Licht.

Alles dies muss nun noch richtig dosiert werden – und damit fangen die
eigentlichen Schwierigkeiten an. Wie soll man locker sitzen, wenn man eigentlich fliehen möchte? Wie soll man lächeln, wenn einem der unsympathischste Personalchef der westlichen Hemisphäre gegenüber sitzt? Und wie soll man sich all die kleinen Tipps, Tricks und Hinweise merken?
Gar nicht. Wenn Sie völlig untrainiert einen 10-Kilometer-Lauf überleben möchten, nützen Ihnen theoretische Kenntnisse der Strecke, Ihres Lungenvolumens und der richtigen Lauftaktik auch nichts. Spätestens bei Kilometer 3 ist Ihnen übel, bei Kilometer 5 steigt jeder Untrainierte aus, theoretisches Wissen hin oder her.
All das oben Aufgeführte hilft Ihnen nur, wenn Sie es mehrfach geübt haben – wie einen Langstreckenlauf eben.  

Bewerbungstraining – Teil 2

Donnerstag, 07. Januar 2010

Was können Sie neben der Erlangung branchenspezifischer Kenntnisse und der Recherche über ihren potenziellen Arbeitgeber noch tun?

Erstens: Üben Sie charmanten Small-Talk! Für diejenigen, die auf einer Party schnell Anknüpfungspunkte mit bis dahin unbekannten Gästen finden, und die sich, obwohl sie niemanden kennen, ganz schnell wohl fühlen, ist die Aufgabe im Jobinterview lösbar. Für diejenigen, die es nicht können, heißt es: ÜBEN! In aller Regel werden Ihrer Interviewer mit allgemeinen Fragen zur Anreise, zum Befinden oder möglicherweise auch zur Gestaltung Ihres letzten Wochenendes beginnen. Jetzt ist es wichtig, vorbereitet zu sein, die richtige Länge der Antwort zu finden und mit freundlichen und inhaltlich einwandfreien Sätzen zu punkten.

On the woodway?

Freitag, 30. Oktober 2009

Neulich ist mir eine Mechanik an meiner Gitarre gebrochen. Ich bin zu einem Instrumentenbauer nach Bonn gefahren, der ausschließlich Gitarren restauriert und repariert. Aus gutem Grund – der Mann war Fachmann. Seinen Job hat er glänzend erledigt. Ähnliches könnte ich von meiner Zahnärztin, meinem Rhetoriktrainer und dem Fliesenleger sagen, der neulich unser Gäste-WC renovierte. Jeden dieser Dienstleister würde ich sofort weiter empfehlen.

Entspannt durch den Arbeitstag

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Es gibt Menschen, die in jeglicher Situation ruhig, gelassen und souverän wirken. Vorstellungsgespräche sind für sie eher Ansporn als Grund zur Aufregung, Präsentationen scheinen das tägliche Brot und Kritikgespräche allenfalls eine positive Herausforderung zu sein. Man glaubt diesen Menschen gerne, hört ihnen zu und vertraut ihnen.

Have a break ...

Have a break ...

Natürlich sind auch diese Kollegen und Kandidaten nicht stressresistent von Geburt an. In aller Regel haben sie aber Techniken, die weiterhelfen. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass sie redegeübt sind, eine angemessene Körpersprache verinnerlicht haben, die Psychologie des großen Publikums kennen (William Lamers: “The making of a speaker” ) und fachlich auf einem guten Stand sind, machen solche Menschen zusätzlich etwas, um sich in die für sie günstigste Position zu bringen.

Rumours, gossip and bullying

Samstag, 10. Oktober 2009

“Ich habe gehört, dass …”, “Wussten Sie eigentlich, …”, “Ich bin mir zwar nicht sicher, aber …” – kennen Sie solche Sätze aus ihrem Betrieb?

Natürlich kennen Sie solche Sätze. Gerüchte und Klatsch sind das Salz in der Suppe in der Arbeitswelt - mit Spitzenwerten unmittelbar nach Betriebsfeiern und im Sommerloch. Gerüchte verbreiten sich über das unschlagbarste Medium der Kommunikation, den Flurfunk, binnen kürzester Zeit. Moderne eMail-Systeme mit der Anforderung einer Lesebestätigung und der Kennzeichnung als dringliche Angelegenheit kommen da nicht mit.