Mit ‘Schwächen’ getaggte Artikel

Konformitätsdruck

Mittwoch, 28. Juli 2010
Optimaler Kandidat?

Optimaler Kandidat?

Wie füge ich mich am besten ein? Welche meiner Kanten und Ecken darf oder muss ich verlieren, damit es mit der Einstellung klappt? Gibt es den Idealtyp des Bewerbers?

Was einen wirklich manchmal zur Verzweiflung treiben kann, ist die präsentierte Gleichheit und das geschliffene Auftreten vieler Bewerber. Irgendwann muss jemand das Gerücht in die Arbeitswelt gesetzt haben, dass es vornehmlich darauf ankommt, nicht aufzufallen. Was negative Aspekte der eigenen Persönlichkeit angeht, kann ich zustimmen. Warum aber Jobsuchende niemals ihre Farbtupfer setzen, ist mir ein Rätsel.

Das Arbeitszeugnis – Teil 2

Montag, 15. Februar 2010

“Sie war eine ausgezeichnete Mitarbeiterin, die Ihren Aufgabenbereich stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt hat … Ihr Verhalten gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Vorgesetzten war stets vorbildlich und einwandfrei … Ganz besonders möchten wir hervorheben, dass Frau S. ganz entscheidend zur Verbesserung des Betriebsklimas beigetragen hat … Frau S. verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 20.02.2010. Wir wünschen Ihr für den weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute und bedauern Ihre Entscheidung zutiefst.”

Persönliche Schwächen im Vorstellungsgespräch – Letzter Teil

Donnerstag, 17. September 2009

Welche Schwäche passt zu Ihnen? Können Sie diese – so abstrus dies klingen mag – durch entsprechende Passagen in Ihren Arbeitszeugnissen dokumentieren, zumindest indirekt? Ich will Ihnen ein Beispiel geben: “Sie war eine ausgezeichnete Mitarbeiterin, die vor allem durch ihre Entscheidungsfreudigkeit und Systematik hervorstach. Die Qualität Ihrer Arbeitsergebnisse …” könnte in einem Zeugnis stehen. Dokumentiert wird hier, dass die Arbeitnehmerin eine weit überdurchschnittliche Bewertung bekommen hat und vor allem wegen der Fähigkeit, Sachverhalte analytisch und systematisch schnell zu entscheiden, äußerst geschätzt wurde.

Persönliche Schwächen im Vorstellungsgespräch – Mythen und Lösungen

Sonntag, 26. Juli 2009

Und zu guter Letzt kommt die Frage doch noch: „Nennen Sie mir bitte Ihre Stärken und Schwächen.“ Es gibt eine große Anzahl von Personalverantwortlichen, die Bewerber immer noch mit dieser Frage beschäftigen. Man kann gut über Sinn oder Unsinn streiten, da die Antworten so gut wie nie zu einer positiveren Einschätzung des Kandidaten führen, sondern immer eher ein Fallstrick für diejenigen sind, die sich unverständlicherweise nie damit auseinandergesetzt haben. Erfahrungsgemäß fühlen sich die Bewerber, sofern sie diese Frage trainiert haben, bei den Stärken noch ganz wohl; dumm nur, dass es auf die positiven berufsbezogenen Eigenschaften allenfalls rudimentär ankommt und dass sich diese Charakteristika bereits aus Arbeitszeugnissen und dem persönlichen Eindruck des Entscheidenden herauskristallisiert haben. Mit ihren Stärken werden Sie kaum punkten. Möglicherweise werden Sie aber verlieren, nämlich gerade dann, wenn Sie etwas als Stärke vorstellen, was entweder für die avisierte Position gar nicht erforderlich oder aber in auffälligem Missverhältnis zu ihrer Position steht.