Mit ‘Stärken’ getaggte Artikel

Persönliche Schwächen im Vorstellungsgespräch – Teil 2

Samstag, 15. August 2009

Im ersten Teil haben wir uns der Frage gewidmet, ob man Stärken als Schwächen tarnen kann – und wie Personalverantwortliche mit dieser Strategie umgehen.

In diesem Teil wenden wir uns der Thematik zu, wann und wie man eine Schwäche platziert. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beginnen Kandidaten im Vorstellungsgespräch mit ihren Stärken, vermutlich oftmals allein aus dem Grund, dass sie nach Stärken und Schwächen gefragt werden und nicht umgekehrt – die Bewerber greifen die vorgegebene Reihenfolge auf. Würde ich dies auf ein anlassbezogenes Bewertungsgespräch zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter übertragen, müsste ich feststellen, dass dem Grundsatz, prinzipiell mit einer positiven Einschätzung aufzuhören, nicht entsprochen wird, so dass der negative Schlussakkord im Gedächtnis bleibt. Ich kann oft beobachten, dass – wenn mehrere Schwächen genannt werden – die gravierende zum Schluss kommt.

Persönliche Schwächen im Vorstellungsgespräch – Mythen und Lösungen

Sonntag, 26. Juli 2009

Und zu guter Letzt kommt die Frage doch noch: „Nennen Sie mir bitte Ihre Stärken und Schwächen.“ Es gibt eine große Anzahl von Personalverantwortlichen, die Bewerber immer noch mit dieser Frage beschäftigen. Man kann gut über Sinn oder Unsinn streiten, da die Antworten so gut wie nie zu einer positiveren Einschätzung des Kandidaten führen, sondern immer eher ein Fallstrick für diejenigen sind, die sich unverständlicherweise nie damit auseinandergesetzt haben. Erfahrungsgemäß fühlen sich die Bewerber, sofern sie diese Frage trainiert haben, bei den Stärken noch ganz wohl; dumm nur, dass es auf die positiven berufsbezogenen Eigenschaften allenfalls rudimentär ankommt und dass sich diese Charakteristika bereits aus Arbeitszeugnissen und dem persönlichen Eindruck des Entscheidenden herauskristallisiert haben. Mit ihren Stärken werden Sie kaum punkten. Möglicherweise werden Sie aber verlieren, nämlich gerade dann, wenn Sie etwas als Stärke vorstellen, was entweder für die avisierte Position gar nicht erforderlich oder aber in auffälligem Missverhältnis zu ihrer Position steht.